Zollmeldung Vereinigte Arabische Emirate Internationale Handelsabkommen
VAE: Zwei neue Freihandelsabkommen in Kraft
Für die Vereinigten Arabischen Emirate sind zwei Wirtschaftspartnerschaftsabkommen in Kraft getreten: eines mit der Ukraine und eines mit der Eurasischen Wirtschaftsunion.
15.10.2026
Die Vereinigten Arabischen Emirate bauen ihr Netz an Handelsabkommen weiter aus. Zwischen den VAE und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) ist am 6. Oktober 2026 ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Comprehensive Economic Partnership Agreement, CEPA) in Kraft getreten. Zur Eurasischen Wirtschaftsunion gehören Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Russland. Das Abkommen wurde im Juni 2025 unterzeichnet.
Zölle für Waren der EAWU sinken
Das Abkommen soll den Marktzugang für Exporteure beider Vertragsparteien erleichtern. Dazu baut es Zölle für den Großteil der gehandelten Waren und Dienstleistungen ab oder senkt sie. Nach Angaben der EAWU sinkt der durchschnittliche Zollsatz für ihre Waren in den VAE von 5 auf 0,6 Prozent.
Auch Abkommen mit der Ukraine in Kraft
Bereits am 1. Juli 2026 trat zudem ein Handelsabkommen der VAE mit der Ukraine in Kraft. Mit Inkrafttreten wurden 99 Prozent der Warenimporte aus den VAE in die Ukraine sowie 97 Prozent der ukrainischen Exporte in die VAE von Zöllen befreit.
VAE erweitern ihr Netz an Handelsabkommen
Wie die Grafik zeigt, verfolgen die VAE eine breit angelegte Handelspolitik: Neben 19 bereits in Kraft getretenen CEPAs verhandeln die VAE mit weiteren Partnern oder haben Verhandlungen abgeschlossen.
Auch mit der Europäischen Union laufen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen. Im Oktober 2026 fand die achte Verhandlungsrunde statt.