Special | Mercosur | Chancenradar
Methodik GTAI-Chancenradar
23.10.2026
Das Chancenradar umfasst sämtliche im EU-Mercosur-Abkommen erfassten Warenpositionen der Gemeinsamen Nomenklatur des Mercosur (NCM). Ausgenommen sind Waren, für die keine Meistbegünstigungstarife (MFN) Brasiliens vorliegen und die vom brasilianischen Zoll deshalb nicht angewendet werden.
Die NCM-Codes entsprechen weitgehend der HS-Warensystematik auf Ebene der achtstelligen Warennummern (HS8). Grundlage der Analyse ist das Interimshandelsabkommen (iTA) über den Handel zwischen der Europäischen Union einerseits und dem Gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur) mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay andererseits.
Das Chancenradar zeigt Ihnen für mehr als 8.200 Waren die Höhe der brasilianischen Einfuhrzölle (Meistbegünstigungszollsatz, MFN). Für Waren mit EU-Ursprung gelten seit dem 1. Mai 2026 die im iTA vorgesehenen Basiszollsätze, abzüglich der ersten Zollabbaustufe. Ist der Basiszollsatz höher als der MFN, ist der MFN-Zollsatz anzuwenden, ebenfalls abzüglich der ersten Zollabbaustufe.
Die Angaben zum vollständigen Zollabbau für die EU basieren auf den Festlegungen des Interimshandelsabkommens.
Daten zu den Importen Brasiliens, zum Importtrend sowie zum deutschen Marktanteil stammen aus der Außenhandelsdatenbank Comex Stat.
Das Chancenmerkmal "Hoher sofortiger Zollabbau" wird Waren zugeordnet, deren brasilianische Importzölle zum 1. Mai 2026 vollständig entfallen sind. Es gilt außerdem für Produkte, bei denen EU-Anbieter gegenüber Importeuren aus Drittstaaten einen unmittelbaren Zollvorteil von mindestens 5 Prozentpunkten erhalten.
Das Chancenmerkmal "Hohe Abbaugeschwindigkeit" kennzeichnet Waren, deren brasilianische Importzölle in den kommenden Jahren um durchschnittlich mehr als 1,2 Prozentpunkte pro Jahr sinken.